Die Hochrechnung (ARD) zur Landtagswahl im Südwesten erschüttert die politische Landschaft. Die Grünen bleiben mit rund 31 Prozent stärkste Kraft. Die CDU gewinnt zwar deutlich hinzu und kommt auf etwa 30 Prozent – bleibt aber klar hinter ihrem eigentlichen Ziel zurück. Die AfD wächst stark und etabliert sich mit rund 18 Prozent als dritte Kraft. Die SPD stürzt auf etwa fünf Prozent ab, die FDP droht mit 4,3 Prozent aus dem Landtag zu fliegen.
Es ist mehr als eine Regionalwahl. Baden-Württemberg ist ein politischer Gradmesser, der weit über das Bundesland hinausweist Und deshalb stellt sich eine Reihe von Fragen, die bei NIUS Live beantwortet wurden.
Für den Kanzler ist diese Wahl der erste große Stimmungstest seiner Amtszeit. „Solche Wahlen sind natürlich immer ein starker Realitätscheck“, sagt Pauline Voss.
Dieser Realitätscheck fällt ernüchternd aus. Merz hatte im Wahlkampf große Erwartungen geweckt. „Er hat angekündigt, in diesem Jahr wird es den Umschwung geben – in der Wirtschaft und auch in den Wahlergebnissen für die CDU“, meint Alexander Kissler.
Doch der Effekt bleibt aus. „Die Baden-Württemberger haben es ihm nicht gedankt“, sagt er weiter. Seine harte Bilanz: „Friedrich Merz hat wieder einmal nicht geliefert.“
Es diskutierten Ralf Schuler, Julian Reichelt, Pauline Voss und Alexander Kissler.
Die CDU gewinnt Stimmen – aber sie gewinnt nicht die Wahl. „Die Wahl ist im Prinzip für die Union verloren“, prognostiziert Ralf Schuler.
Ihren Wahlkampf kritisiert er scharf. „Aus Angst hat man sich selbst klein gemacht und seine eigenen Forderungen zurückgenommen.“
Kissler bringt die Kritik noch drastischer auf den Punkt: „Die CDU Baden-Württemberg hat die Grünen wiederbelebt durch einen absolut konturenlosen, feigen, schwachen Wahlkampf.“
Auch den Politikstil der Partei hinterfragt er. „Diese deutschen Parteien, besonders die CDU, sind politisch tief im 20. Jahrhundert stecken geblieben“, urteilt er auch mit Blick auf die Rede Hagels zum Ergebnis.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











