Während die USA das Geld befreien, wird der digitale Euro zum Herrschaftsinstrument

vor 11 Monaten

Während die USA das Geld befreien, wird der digitale Euro zum Herrschaftsinstrument
Bildquelle: Apollo News

EU-Europa und die USA driften immer weiter auseinander. Im Schattenwurf des Ukrainekriegs und der Brüsseler Zensurpolitik öffnet sich auch auf geldpolitischer Ebene ein politischer Hiatus.Geldpolitik wird in den Medien oft stiefmütterlich behandelt. Außer in Staatsschuldenkrisen, wenn Notenbanken als Retter einspringen, fokussieren sich Politik und Medien meist nur auf Leitzinsentscheidungen. Diese werden zu medialen Höhepunkten stilisiert, um der Politik zu helfen, Inflationserwartungen zu verankern und das Marktgeschehen zu beeinflussen.

Kurzum: Es bleibt eine oberflächliche Betrachtung, die der Komplexität der Geldpolitik nicht gerecht wird.

Es ist bedauerlich – und womöglich kein Zufall –, dass die Geldpolitik so hastig abgehandelt wird. Denn Geld ist in der Ökonomie das zentrale Gut. Seine Wertentwicklung, Aufweichung und Manipulation durch politische Akteure ist ein heißes Eisen, das eher ungeschmiedet bleibt. Dennoch hat sich die Geldpolitik mit dem Rückzug der US-Banken aus dem Londoner LIBOR-Kontrakt und der Einführung des nationalen Referenzzinses (SOFR) zu einem geopolitischen Schlüsselthema entwickelt, das eine ernsthafte Diskussion verdient.

Denn hinter dem künstlich erzeugten geldpolitischen Grundrauschen über Leitzinsen und Inflationssteuerung vollzieht sich eine strategische Drift, die das ökonomische Geschehen der Zukunft neu definieren wird. EU-Europa und die USA gehen geldpolitisch getrennte Wege.

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