Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat sich zum Attentat in Magdeburg geäußert. In einem Weihnachtsinterview mit der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet stellte Orbán einen Zusammenhang zwischen Migration und dem Anschlag her: „So Anschläge gab es bis zum Beginn der Masseneinwanderung nach Europa nicht.“ Seitdem jedoch wiederholten sie sich. „Wir [in Ungarn] sollten dem lieben Gott danken, dass wir solche Dinge nicht erleben müssen. Die Verhinderung weiterer Anschläge ist nur in Ländern erforderlich, die Migranten aufgenommen haben.“
Weiter sagte der ungarische Regierungschef: „In Ländern, die keine [Migranten] aufgenommen haben, gibt es nur eine Schlussfolgerung: Man darf sie auch künftig nicht aufnehmen. Punkt. Ich weiß nicht, was schwieriger ist: sie nicht aufzunehmen – oder, wenn man sie bereits aufgenommen hat, sich dann zu schützen. Wir Ungarn hatten zum Glück rechtzeitig den Verstand und den Mut, Nein zu sagen. Wenn man den Fehler macht, ist man mittendrin, und dann beginnt eine andere Welt. Die Deutschen leben bereits in dieser anderen Welt.“
Am 19. Dezember fuhr der 50-jährige Taleb Al-Abdulmohsen mit einem schwarzen SUV in den Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Beim Attentat wenige Tage vor Weihnachten starben fünf Personen, 200 wurden verletzt, davon dutzende schwerverletzt. Der saudische Staatsbürger Al-Abdulmohsen kam dabei 2006 als legaler Migrant für die Facharztausbildung nach Deutschland. 2016 wurde ihm politisches Asyl bewilligt, weil er politische Al-Abdulmohsen politische Verfolgung in seiner Heimat geltend machen konnte. Obwohl der Mann mehrfach mit Anschlägen drohte, unter anderem gegenüber der Ärztekammer und auf sozialen Medien, wurde er nie ausgewiesen.
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