Wird 2027 das Jahr der Einführung eines Vermögensregisters? Arbeitsministerin Bärbel Bas jedenfalls bestätigte in der Bild in dieser Woche, dass ihr Ministerium im kommenden Jahr eine stichprobenartige Befragung der Bürger nach ihren Vermögensbeständen und ihrer persönlichen Meinung zur Verteilungsgerechtigkeit im Lande plane. Eine klassische Volte dieser Regierung: Noch drei Wochen zuvor hatte Bas derartige Pläne kategorisch ausgeschlossen.
Konkret ist eine steuerfinanzierte Datenerhebung unter rund 5.000 Bürgern geplant. Die Umsetzung erfolgt über ein externes Forschungsinstitut im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens, dessen Angebotsfrist am 1. September endet. „Survey-Experiment zu Vermögensungleichheit in der Bevölkerung“ nennt sich diese zunächst harmlos klingende Erhebung, die ein erster Schritt auf dem Weg hin zu einem umfassenden Vermögensregister sein könnte.
Im Mantel wissenschaftlicher Arbeit geht die Politik in Trippelschritten auf das heikle Thema zu, das seit Jahren wie ein Damoklesschwert über der politischen Debatte schwebt: das Vermögensregister. Dieses Register, eines der zahlreichen Projekte der Europäischen Union, soll am Ende lückenlose und individuelle Vermögenserhebungen ermöglichen – die perfekte Steuerbasis des perfekt durchleuchteten Bürgers.
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