Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat den Zustand der Deutsche Bahn mit ungewöhnlich scharfen Worten kritisiert. „Das geht schon in eine demokratiegefährdende Richtung“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir dürfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff. Wir müssen zeigen, dass wir handlungsfähig sind.“
Für das Jahr 2025 meldete die Bahn einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro bei einem Umsatz von rund 27 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr auf 1,93 Milliarden. Besonders deutlich wird die Krise bei der Pünktlichkeit: Im Fernverkehr lag sie im Jahresdurchschnitt bei 60,1 Prozent.
Als Hauptursachen gelten das sanierungsbedürftige Netz, Engpässe an zentralen Knoten und die vielen Baustellen. Bahnchefin Evelyn Palla machte bei der Vorlage der Jahreszahlen deutlich, dass sich die Lage nicht kurzfristig grundlegend ändern werde. Eine spürbare Verbesserung des Netzzustands werde Jahre dauern.
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