Die Vereinten Nationen berichten über einen Anstieg von Kinderehen im Gazastreifen und stellen dabei einen Zusammenhang mit der aktuellen humanitären Lage her. In einem Beitrag von UN News heißt es, die Praxis habe „stark zugenommen“ und steige „wieder, während Familien ums Überleben kämpfen“. Die Formulierung legt einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Not und Verheiratungen mit Kindern nahe.
Die Darstellung stützt sich auf Angaben des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA). In einer aktuellen Veröffentlichung nennt die Organisation „Vertreibung, Armut und den Zusammenbruch sozialer, rechtlicher, gesundheitlicher und Schutzsysteme“ als Ursachen für zunehmende Risiken für Mädchen.
Weiter heißt es, für viele Familien könne die Verheiratung einer Tochter „als Weg erscheinen, finanziell zurechtzukommen“. Zugleich werde sie teils als Schutzmaßnahme in unsicheren Verhältnissen beschrieben.
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