Das Bundeskriminalamt (BKA) fahndet nach Angaben der Welt nach Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Terrororganisation „Islamischer Staat“, die nach dem Zusammenbruch des Kalifats nach Deutschland eingereist sein könnten. Wie der Spiegel berichtet, haben US-Behörden deutschen Stellen in den vergangenen Jahren mehrere vertrauliche Namenslisten übermittelt.
Diese Unterlagen stammen aus Einsätzen gegen den Terror in Syrien und im Irak. Dem Bericht zufolge verfügt das BKA mittlerweile über eine große Anzahl solcher Dokumente mit insgesamt mehr als zwei Millionen Datensätzen. Von besonderer Bedeutung ist eine sogenannte „Hauptgehaltsliste“, die nahezu 50.000 mutmaßliche IS-Mitglieder erfasst – einschließlich Klarnamen, Geburtsdaten und individueller Identifikationsnummern.
Darüber hinaus liefern die Dateien detaillierte Informationen über die organisatorischen Abläufe innerhalb der Terrorgruppe. Erfasst werden unter anderem Gehaltszahlungen an Kämpfer und deren Familien sowie die Verteilung von Waffen. Weitere Listen enthalten Angaben zum Umgang mit Haushalts- und Sexsklavinnen. Für die Ermittlungsbehörden stellen diese Informationen eine wichtige Grundlage dar, um individuelle Tatbeiträge nachzuweisen.
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