Ein wenig Statistik vorweg: Aktuell halten sich rund 975.000 Syrer in Deutschland auf. Etwa 321.000 haben den Flüchtlingsstatus, 329.000 Personen genießen subsidiären Schutz. Nur 5.090 von allen (0,52 Prozent) sind anerkannte Asylbewerber. Im Jahr 2024 wurden laut Statistischem Bundesamt 83.150 Syrer in Deutschland eingebürgert; das ist mit 28 Prozent der größte Anteil an allen Einbürgerungen (2024 insgesamt: 291.955; entsprechend einem Plus von 46 Prozent gegenüber 2023, damals 200.095). Im April 2025 waren 249.000 Syrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, vor allem in Bau, Gastronomie und Pflege. Nur knapp 3.000 Syrer nutzen bislang die staatlichen Förderprogramme zur Rückkehr nach Syrien. Etwa die bis zu 4.000 Euro des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für rückkehrende Familien.
Warum aber gehen nicht mehr nach Syrien zurück? Warum wird den Hunderttausenden Syrern, die in Deutschland leben, ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes vom 8. Dezember 2024 nicht der Schutz- bzw. Flüchtlingsstatus entzogen? Warum? Weil auch die „neue“ Bundesregierung sich wie schon die „Ampel“ der links-woken Asylindustrie unterwirft? In einem am 4. November 2025 veröffentlichten Papier warnte etwa PRO ASYL vor einer Rückkehr nach Syrien. Die Organisation fordert von der Bundesregierung einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp. Eine „Friedensforscherin“ hält eine regierungsamtliche Förderung der Rückkehr nach Syrien für „kontraproduktiv“.
Außenminister Johannes Wadephul (CDU) ist da ganz nahe an PRO ASYL und „Friedensforscherin“. Nach einem Besuch in Damaskus Ende Oktober bezweifelte er, dass angesichts der dortigen Zerstörung kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren werde. „Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben„, sagte er. Das hätte Amtsvorgängerin Annalena Baerbock (Grüne) – ebenso wie Wadephul mit Tränen in den Augen – auch nicht empathischer sagen können.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











