Es sollte der Höhepunkt im Landtagswahlkampf werden. Cem Özdemir (Die Grünen), Manuel Hagel (CDU) und Markus Frohnmaier (AfD) – alle Spitzenkandidaten gemeinsam in einem TV-Studio. 90 Minuten Schlagabtausch, Debatten und Diskussionen. Was es am Ende wurde, war jedoch lediglich ein Flirt auf offener Bühne. Grüne und CDU so handzahm wie wie im Streichelzoo. Man lobte sich sogar gegenseitig. Was beide eint, ist der Hass auf die AfD. Der wirkt wie ein Kleber, der selbst stärksten Gegenpole zusammenhält.
In Baden-Württemberg steht nach dieser Sendung alles auf Grün-Schwarz bzw. Schwarz Grün. Alles auf Weiter so.
Im Beschreiben der Misere sind sie alle stark. Zu viel Bürokratie, zu hohe Energiepreise, zu wenig Ärzte, zu hohe Sozialausgaben. Doch während Özdemir und Hagel das Leid zwar beklagen und die Lösung propagieren, hat Frohnmaier ein Totschlag-Argument im Ärmel: „Sie beide regieren. Sie hätten jederzeit die Möglichkeit, alles, was Sie heute Abend ankündigen, umzusetzen.“
AfD-Parteitag in Erfurt - Tag 1 u.a. mit Wahl zum Parteivorsitz | 04.07.26











