Studie: Fast jeder zweite Bürgergeld-Empfänger sagt, Jobcenter-Termin „bringt nichts“ – 88 Prozent der Arbeitslosen haben mindestens ein „Vermittlungshemmnis“

vor 4 Monaten

Studie: Fast jeder zweite Bürgergeld-Empfänger sagt, Jobcenter-Termin „bringt nichts“ – 88 Prozent der Arbeitslosen haben mindestens ein „Vermittlungshemmnis“
Bildquelle: NiUS

Fast jedem zweiten Langzeitarbeitslosen bringt ein Gang zum Jobcenter nach eigenem Empfinden nichts. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Arbeitslosen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Zwar geben laut der in Gütersloh vorgestellten Studie viele der Langzeitarbeitslosen den für sie zuständigen Mitarbeitern gute Noten: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Arbeit ihres Jobcenters zufrieden, knapp drei Viertel halten die Mitarbeiter für kompetent. Doch am Ende sagen 47 Prozent, dass ihnen Termine im Jobcenter nichts bringen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert wurden.

Die Bundesagentur für Arbeit als Mitbetreiberin der meisten Jobcenter relativierte dieses Bild. Die Studie blende womöglich die gegenwärtig schlechte wirtschaftliche Lage und die damit historisch niedrige Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts aus, sagte ein Sprecher. Die Zahl der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen könne derzeit gar nicht hoch sein. Zumal viele Bürgergeldempfänger nach Helferjobs suchten – 4 von 5 ausgeschriebenen Stellen richteten sich aber an qualifizierte Kräfte.

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