Über ideologische Lager hinweg haben Politiker von rechts wie von links verstanden: Die Männlichkeit steckt in der Krise. Zwischen #MeToo, Feminismus und dem Ideal des „performativen Mannes“ ringen junge Männer zunehmend um Orientierung und stellen sich die Frage, was einen Mann heutzutage überhaupt ausmacht. Gleichzeitig beklagen Frauen in sozialen Medien, dass es keine „echten Männer“ mehr gebe.
Der „Playboy“ und die Grünen sind keine besten Freunde. 13 Jahre ist es her, dass ein Grünen-Politiker dem Männer-Lifestyle-Magazin das letzte Mal ein Interview gegeben hat. Am Dienstag hat sich die Ex-Vorsitzende der Grünen, Ricarda Lang, jedoch die neueste Ausgabe des „Playboy“ gekauft, wie sie in einem Instagram-Reel präsentiert.
Die grüne Ex-Vorsitzende Ricarda Lang lässt sich dabei filmen, wie sie einen „Playboy“ kauft.
Das dürfte kein Zufall sein: In der aktuellen Ausgabe kommt Langs Nachfolger Felix Banaszak über sechs Seiten zu Wort. Der 36-Jährige äußert sich darin unter anderem ausführlich zum Thema moderne Männlichkeit.
In einer gleichberechtigten Gesellschaft können sich Männer von „einengenden Rollenerwartungen freimachen“, so Banaszak. Moderne Männlichkeit sei für den Politiker „breit gefächert“ und von „Freiheit“ gekennzeichnet. Ob lackierte Fingernägel, Pumpen im Fitnessstudio, Lastenradfahren oder BMW X3 besitzen – das alles sei für ihn Teil von Männlichkeit. „Von mir aus geh mit lackierten Fingernägeln pumpen. (…) Alles fein, der zentrale Punkt ist doch: Sei kein Arschloch!“, führt Banaszak aus.
Felix Banaszak, seit November 2024 Vorsitzender der Grünen, redet im aktuellen „Playboy“ über moderne Männlichkeit.
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