„Guck mal hier: Das sind alles Berichte über die Anschläge der letzten Monate“, sagt die Kommissarin und zeigt auf eine Wand voller Zettel. „Deutschland Sabotage“, „Anschlag auf Strommast“, „Tipps zum Umgang mit Öffentlichkeit“. So sieht sie aus, die Terrorwelt des ZDF: Klebezettel, Merkzettel, ein bisschen Requisite, ein bisschen Haltung. Der Terror kommt aus dem Bastelraum.
„Was haben die blühenden Landschaften damit zu tun?“ fragt der Kommissar zurück. „Soweit ich das verstanden habe, eigentlich nicht so viel. Außer, dass sie sich auf das Pariser Klimaabkommen berufen. Der Unterschied ist: Die einen sprengen Stromleitungen und Bahnstrecken und greifen Wirtschaftsunternehmen an, während die anderen friedlich protestieren.“ „Na ja. Immerhin kleben sie auf Straßenfesten, schreiben uns anderen vor, was sie zu tun haben.“ Sie: „Trotzdem: Es ist ja wohl ein Unterschied, ob man so was macht oder Dinge in die Luft sprengt, oder nicht?“
Einblicke in die jüngste Folge der ZDF Krimiserie „SOKO Leipzig“. Die lief am 2. Dezember unter dem Titel „Kowalski“ und stellte dar, wie sich die Öffentlich-Rechtlichen den Tagesablauf von Terroristen vorstellen, die Sabotage an der Infrastruktur begehen.
Es ist ein bizarrer Kontrast: Oben lieferte das ZDF im Abendprogramm Einblicke in dunkle Welten von Terroristen, und unten im Matsch am Teltowkanal versuchen Techniker in weißen Schutzanzügen zu retten, was zu retten ist.
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