Die Silvesternacht ist in deutschen Städten zum heikelsten Polizeieinsatz des Jahres geworden. Spätestens seit in den letzten Jahren massenweise Rettungskräfte und Polizisten angegriffen wurden, tobt eine veritable Debatte darüber, was in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar auf Straßen und Plätzen hierzulande los ist. In den vergangenen Jahren griffen in Berlin migrantische Jugendliche Rettungskräfte an, ein arabischer Influencer böllerte eine Rakete in eine Wohnung, manche Kieze wurden angesichts des massiven Beschusses durch Böller und explodierende Kugelbomben zu No-Go-Zonen.
Damals forderte CSU-Politiker Alexander Dobrindt, nun Innenminister, härtere Strafen für Angriffe auf Einsatzkräfte und betonte, Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sei „längst kein Ausnahmefall mehr“. Justizministerin Katarina Barley sprach von einem „erschreckenden Ausmaß“ der Übergriffe, während der Chef der Polizeigewerkschaft GdP, Andreas Roßkopf, schnelle Gerichtsverfahren und konsequente Strafen verlangte. Die Silvesterzustände wurden in Talkshows diskutiert, Ahmad Mansour stieß eine Integrationsdebatte an, und sogar das ZDF machte sich auf die Suche nach migrantischen Gewerbehändlern, die keine Scheu hatten zu benennen, wer Neukölln und Kreuzberg in ein Kriegsgebiet verwandelt. Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, verurteilte die Gewalt als „erschreckendes Zeichen für die wachsende Verrohung in Teilen unserer Gesellschaft“.
Die Warnungen vor einer enthemmten Gewalt, die zunehmend mit unkontrollierter Migration einhergeht, wurden jedoch, das zeigt sich im Januar 2026, ignoriert oder bagatellisiert. Die Probleme sind nach wie vor die gleichen.
Dabei schien doch dieses Jahr alles ruhiger zu sein. Oder? Das ist zumindest die Lesart vom Berliner Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. In seiner Bilanz betonte er, dass Berlin eine ruhigere Silvesternacht erlebt habe, dank intensiver Vorbereitungen und eines starken Polizeiaufgebots. Auch die Polizei spricht von einer verhältnismäßig ruhigen Nacht.
Polizisten in Berlin laufen an einer entglasten Bushaltestelle vorbei.
ERFURT: AfD-Parteitag geht in zweite Runde! Polizei bereitet sich auf Krawalle vor I WELT LIVESTREAM











