Erneut erschüttert die mutmaßliche Vergewaltigung einer Minderjährigen in einem Jugendzentrum die Öffentlichkeit. Im niedersächsischen Gnarrenburg soll ein 14-jähriges Mädchen im Jugendzentrum „JUZE“ von drei Jugendlichen vergewaltigt worden sein. Der Fall erinnert stark an die vor wenigen Wochen bekannt gewordene Vergewaltigung eines Mädchens in einem Jugendzentrum in Berlin-Neukölln, die Mitarbeiter des Jugendamts wegen des Migrationshintergrunds der Tatverdächtigen vertuschten. Auch in Gnarrenburg mehren sich nun schwere Vorwürfe gegen die zuständigen Behörden.
„Wir haben auf jeden Fall totale Zweifel, dass da die Meldeketten eingehalten worden sind. Für uns sieht es tatsächlich so aus, als wenn das alles verschleiert werden sollte“, sagte Sandra Grotheer, die Patentante des Opfers, in einem Beitrag des ZDF-Magazins Frontal, der vergangene Woche ausgestrahlt wurde. Dass es sich auch in Gnarrenburg bei den Tatverdächtigen um Nichtdeutsche handeln soll, dürfe für die Aufklärung keine Rolle spielen, sagte Grotheer: „Ich finde, sie hat es einfach verdient, dass die Tat nicht unter den Tisch gekehrt wird“.
Der Fall soll sich im Juni 2025 in der von der evangelischen Kirche betriebenen Einrichtung ereignet haben und wurde erstmals Ende März überregional bekannt (Apollo News berichtete). Eine wichtige Rolle bei der öffentlichen Aufarbeitung spielte die Mutter. Nach ihrer Darstellung wurde sie erst sechs Wochen nach der Tat auf den Vorfall aufmerksam, nachdem sie ein entsprechendes Video auf dem Handy ihrer Tochter entdeckte. Erst danach soll sich die Tochter ihr anvertraut haben.
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