„Sie machen mit beim Genozid in Gaza“: Preisverleihung auf Berlinale eskaliert – Bundesminister verlässt den Saal

vor 4 Monaten

„Sie machen mit beim Genozid in Gaza“: Preisverleihung auf Berlinale eskaliert – Bundesminister verlässt den Saal
Bildquelle: Apollo News

Bei der Preisverleihung der Internationalen Filmfestspiele Berlin ist es zu einem politischen Eklat gekommen. Der syrisch-palästinensische Filmemacher Abdallah Alkhatib nutzte seine Dankesrede, um der deutschen Regierung vorzuwerfen, Partner „des Völkermords im Gazastreifen“ zu sein. Der anwesende Bundesumweltminister Carsten Schneider verließ daraufhin den Saal.

Alkhatib war für sein Werk „Chronicles From the Siege“ mit dem Preis für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnet worden. In seiner Rede sagte er, einige Menschen hätten ihm geraten, vorsichtig zu sein, „weil du ein Flüchtling in Deutschland bist. Und es gibt so viele rote Linien“. Doch darum gehe es ihm nicht. „Mir geht es um meine Menschen und um Palästina. Und deswegen sage ich, dass meine letzten Worte hier an die deutsche Regierung sind: Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza. Und ich glaube, dass sie intelligent genug sind, um diese Wahrheit zu erkennen. Aber sie wählen, dass es ihnen nicht wichtig ist. Free Palestine – von jetzt an bis zum Ende dieser Welt.“

Der Regisseur trug ein Palästinensertuch (Kufiya) und brachte eine palästinensische Flagge mit auf die Bühne. Zudem kündigte er an, dass es eines Tages ein wunderbares Filmfestival in Gaza geben werde. „Wir werden uns an jeden erinnern, der an unserer Seite stand, und wir werden uns an jeden erinnern, der gegen uns war“, sagte er. Im Saal waren Applaus und Zwischenrufe zu hören.

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