„Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz“: Weidel greift Klingbeil und Merz harsch an

vor 6 Tagen

„Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz“: Weidel greift Klingbeil und Merz harsch an
Bildquelle: Apollo News

Im ZDF-„Sommerinterview“ hat die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel die Bundesregierung scharf attackiert. Zudem stellte sie die politische Zukunft der Union infrage und bekräftigte zugleich zentrale Forderungen ihrer Partei. Mit ungewöhnlich harschen Worten griff Weidel dabei Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil an. Deutschland werde „kaputt gemacht“, erklärte sie. „Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht“, so Weidel.

Auch die von der Union vertretene Abgrenzung gegenüber der AfD nahm Weidel ins Visier. Die sogenannte Brandmauer sei „das Undemokratischste, was es gibt“. Die CDU werde an dieser Haltung zerbrechen und „keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen“. Zugleich gab sie sich offen für eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien – allerdings nur unter einer Bedingung: Die politischen Akteure müssten fähig sein und die Interessen Deutschlands vertreten.

Besonders weitreichend waren Weidels Aussagen zur europäischen Integration. Sie bekräftigte, dass die AfD im Falle einer Regierungsübernahme am Austritt Deutschlands aus dem Euro festhalten wolle. Der Gemeinschaftswährung gab sie die Schuld an einer wachsenden wirtschaftlichen Belastung breiter Bevölkerungsschichten. Auch das Schengen-Abkommen stellte sie infrage. Zur Begrenzung irregulärer Migration müsse Deutschland seine Grenzen umfassend kontrollieren und notfalls aus dem europäischen Grenzraum austreten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel