Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) macht es Annalena Baerbock (Grüne) nach: Vor über drei Jahren erklärte die damalige Außenministerin vor der EU, Deutschland befinde sich in einem Krieg mit Russland. Merz, damals noch in der Opposition, antwortete darauf und bezeichnete ihre Erklärung später im Bundestag als „in hohem Maße verstörend“.
Am 4. Oktober sprach der jetzige Kanzler ebenso verstörend in Kiew: „Wir erleben Russland, dass Krieg führt gegen Europa und zwar nicht nur in der Ukraine, sondern gegen uns. Wir haben doch ganz konkrete Ereignisse: Der 4. August war ein bewaffneter Angriff auf den Flughafen von Leipzig. Ausschließlich von Russland kommend.“ Russland hat also Deutschland angegriffen.
Merz scheint völlig vergessen zu haben, dass die Beweise für diesen Vorfall am Leipziger Flughafen bis heute nicht öffentlich vorliegen. Das legt die Vermutung nahe, dass es nach wie vor keine Belege gibt. Solange es keine Beweise dafür gibt, handelt die deutsche Regierung hochgradig verantwortungslos. Ein anderes Land zu beschuldigen, Deutschland angegriffen zu haben, ist eine Provokation und dient allein der Aufhetzung der deutschen Bevölkerung. Denn die Masse scheint noch immer nicht „kriegstüchtig“ zu sein.
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