Die großen Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim reduzieren ihre Investitionen in Deutschland. Der hiesige Markt gilt den Unternehmen nicht mehr als attraktiv genug. So gehen der Bundesrepublik nicht nur Milliarden Euro und viele Arbeitsplätze verloren. Auch die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln steht auf dem Spiel.
In Rheinland-Pfalz wollte Eli Lilly 2,3 Milliarden Euro investieren, um dort Abnehmspritzen herzustellen. Jetzt kürzt das nach Marktkapitalisierung größte Pharmaunternehmen der Welt diese Summe um die Hälfte. Der Konzernchef Dave Ricks sagte dem Handelsblatt, dass diese Mittel entweder in die USA oder an einen komplett neuen Standort umgeleitet würden.
In Deutschland gehen deshalb 500 von ursprünglich 1000 geplanten Stellen verloren. Anlass für das unternehmerische Umdenken seien die aktuellen Sparpläne der Gesundheitsministerin Nina Warken. Diese beinhalten höhere Rabatte, die Pharmaunternehmen den Krankenkassen zukünftig einräumen müssen.
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