Die schwedische Regierung will den Begriff „Islamophobie“ nicht mehr verwenden, da er einem „problematischen Konzept“ entspricht. Das ließ Außenministerin Maria Malmer Stenergard am 24. April im Zuge einer Parlamentsdebatte verlauten – und kündigte an, stattdessen Begriffe wie „antimuslimischen Rassismus“ verankern zu wollen.
Die Nachricht wurde in konservativen Kreisen positiv aufgenommen. Ursprünglich bezeichnet der Begriff „Phobie“ eine irrationale Angststörung – vor offenen Plätzen, vor Enge, vor Spinnen. Doch in ein soziologisches Gewand gekleidet wird er zur Delegitimierung von unliebsamer Kritik an bestimmten gesellschaftlichen Gruppen verwendet. Wer etwas dagegen hat, dass Transaktivisten die Frühsexualisierung von Kindergartenkindern vorantreiben, ist „transphob“, wer die Umtriebe der LGBTQ-Lobby ablehnt, ist „homophob“ – und wer irgendeine Kritik am Islam übt, ist kurzerhand „islamophob“.
Es wird suggeriert, dass, wer an einer dieser Bewegungen etwas auszusetzen hat, sozusagen psychisch gestört sei.
Insofern wirkt die Abkehr vom Terminus „Islamophobie“ seitens der schwedischen Regierung wie ein Schritt in die richtige Richtung: Kritik am Islam würde wieder als sachlicher Beitrag zum politischen und gesellschaftlichen Diskurs gelten, so die Hoffnung der Befürworter.
Doch an dieser Darstellung wecken die Erläuterungen Malmer Stenergards Zweifel. Denn sie bezieht sich auf den Nationalen Handlungsplan gegen Rassismus und Hasskriminalität, der bereits 2024 veröffentlicht wurde, und „Maßnahmen gegen antimuslimischen Rassismus“ versammelt.
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