Moskau habe mit der Produktion der neuen Hyperschallrakete „Oreschnik“ begonnen, erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit russischen Staatsmedien. Die Waffe soll noch in diesem Jahr, an der Grenze zur NATO, in Weißrussland stationiert werden. Putins Ankündigung erfolgte während eines Treffens mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im orthodoxen Kloster Walaam, nahe St. Petersburg. „Die Produktionslinien laufen bereits, wir haben mit der Fertigung der ersten Oreschnik-Systeme begonnen“, so Putin. Russische und weißrussische Streitkräfte hätten auch schon konkrete Abschussbasen auf weißrussischem Gebiet ausgewählt.
Weißrussland gilt als treuer Verbündeter des Kremls und spielte eine Schlüsselrolle beim Krieg gegen die Ukraine. Von weißrussischem Boden aus wurden mehrfach Raketenangriffe auf ukrainisches Territorium geführt. Auch gemeinsame Militärmanöver gehören mittlerweile zur Routine.
Die Oreschnik-Rakete, deren Reichweite und Geschwindigkeit bislang nicht offiziell bestätigt wurden, soll laut russischen Angaben westliche Abwehrsysteme überfordern können. Westliche Militärexperten werten Putins Schritt als bewusste Machtdemonstration, zumal er mit einer amerikanischen Provokation korrespondiert.
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