Die Bundesnetzagentur greift den Briefschreibern kräftig in die Tasche. Am Montag veröffentlichte die Bonner Behörde ihren Plan für einen „Preis-Erhöhungsspielraum“, mit dem die Deutsche Post Briefe und Postkarten zum Januar 2027 um satte 20,35 Prozent verteuern darf. Beim Standardbrief entspräche das einer Anhebung von 95 Cent auf 1,14 Euro.
Auch bei den Paketpreisen für Privatkunden soll die Post gut 10 Prozent aufschlagen dürfen. 2022 hatte der durchschnittliche Preisaufschlag 4,6 Prozent betragen, 2025 war mit 10,48 Prozent der bisherige Höchstwert erreicht worden. Diese Rekordmarke wird nun pulverisiert. Die Post hat eingeräumte Spielräume bislang immer voll genutzt.
Als Grund für den neuen Preis-Schock führt die Behörde den Rückgang der Briefmengen durch die Digitalisierung und die ab 2028 für Unternehmen verpflichtende elektronische Rechnung an. Ob der Standardbrief am Ende 1,10, 1,14 oder 1,15 Euro kostet, entscheidet die Post selbst. Wie sie die Spielräume bei der Preissetzung nutze, obliege ihrer „unternehmerischen Entscheidung“, teilte die Bundesnetzagentur am Montag mit.
Pressekonferenz B'90/Grüne mit Franziska Brantner (Bundesvorsitzende) | 12.10.26











