Der Absturz der CDU in Sachsen-Anhalt kam ganz und gar nicht unerwartet, doch noch heftiger als angenommen und prognostiziert. Die Katastrophe ist übrigens sogar noch größer, als sie auf den ersten Blick aussieht, die Lage weitaus trostloser. Man kann von einer Implosion der CDU in Sachsen-Anhalt sprechen.
Außer, dass die CDU fast ein Fünftel ihrer Wähler (minus 19,9 Prozentpunkte) im Vergleich zur Landtagswahl von 2021 verloren hat, gelang es ihr nicht, ein einziges Direktmandat zu holen. Nicht ein Direktmandat. Selbst der Ministerpräsident und Spitzenkandidat der CDU, Sven Schulze, scheiterte mit 31,7 Prozent schließlich am AfD-Kandidaten Christian Mertens mit 35,2 Prozent der Stimmen in Magdeburg. Von 41 Direktmandaten gingen 38 an die AfD, während die SED-Linke in den Universitätsstädten Halle und Magdeburg 3 Direktmandate zu holen vermochte.
In keinem einzigen Wahlkreis trauten die Wähler dem Direktkandidaten der CDU. Und das lag wohl nicht nur an den Kandidaten. So mancher, eigentlich geachteter CDU-Kandidat, dürfte von seinen Wählern bedauernd und zuweilen auch etwas mitleidig in etwa gehört haben: Du bist zwar ein anständiger Kerl und wir würden dich auch wählen, aber am Ende macht ihr doch wieder Politik mit den Grünen und vor allem mit der SED-Linken zusammen. Mancher wird auch gesagt bekommen haben, hier sagst du das, was vernünftig ist, und in Magdeburg stimmst du gegen das, was vernünftig und für das, was unvernünftig ist.
Es ist der wirtschaftliche Niedergang, die Zerstörung des eben nicht ererbten, sondern nach der Wende den Widrigkeiten zum Trotz aufgebauten Wohlstandes. Es ist der Zusammenbruch der inneren Sicherheit, wofür auch Magdeburg steht vom Weihnachtsmarkt bis zum Hasselbachplatz. Es ist die Betonierung und Verspargelung des fruchtbaren Bördelandes. Es sind die Kosten der Höhenflüge des größten Wirtschaftsministers aller Zeiten, Robert Habeck, und der Hilfe des damaligen Wirtschaftsministers Sven Schulze als Chef-Verhandler von ca. 200 bis 220 Millionen Euro, der geplatzten Intel-Ansiedelung, auf der nun das Land sitzen bleibt, 200 bis 220 Millionen Euro Steuergelder. Habecks Eskapaden kosten Sachsen-Anhalt zwar keine 300 Millionen Euro wie Schleswig-Holstein in Habecks Northvolt-Affäre, sondern „nur“ um die 200 Millionen Euro.
Haushalt 2027: Statements der Fraktionsspitzen von SPD, CDU/CSU und Linke | 07.09.26









