Drei Tage nach dem Attentat auf den konservativen Aktivisten Charlie Kirk nutzte US-Talkshowmaster Bill Maher seine HBO-Show Real Time für ein Plädoyer zur Meinungsfreiheit – und ging dabei auch auf Deutschland ein. In seinem „New Rule“-Monolog sagte er: „Freie Rede ist eines der zentralen Dinge, die Amerika groß machen.“ Wer dieses Prinzip ernst nehme, dürfe es nicht selektiv anwenden: „Entweder man begreift das Konzept oder nicht. Und leider begreifen es viele nicht mehr.“
Besonders die junge Generation habe das „durch ihr marodes Bildungssystem nie gelernt“. Auch US-Präsident Donald Trump greife die Pressefreiheit an, warf er ihm vor – etwa indem er die Nachrichtenagentur Associated Press aus dem Pressepool ausschließe, Journalisten als „Feinde des Volkes“ bezeichne und Fernsehsender verklage, wenn ihm deren Berichterstattung missfalle.
Maher wandte sich dann Europa zu. „In Deutschland gab es eine Razzia, weil jemand einen Politiker ‚Pimmel‘ nannte“, sagte er mit Verweis auf den Hamburger Innensenator Andy Grote. Der SPD-Politiker hatte im Jahr 2021 eine Menschenansammlung im Schanzenviertel kritisiert und die Teilnehmer als „ignorant“ bezeichnet. Ein Twitter-Nutzer reagierte darauf mit den Worten: „Du bist so 1 Pimmel.“ Grote stellte Strafantrag, die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmte Geräte. Maher kommentierte: „What a pimmel move.“ Später stellte das Landgericht Hamburg fest, die Maßnahme sei rechtswidrig gewesen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











