Nach gemeinsamen Angriffen der USA und Israels eskaliert der Iran seine Attacken im Persischen Golf. Die Lage in der Straße von Hormus entwickelt sich zunehmend zu einem Brennpunkt für den weltweiten Ölhandel. Der globale Ölmarkt und die Aktienbörsen reagierten am Montag empfindlich. Reuters berichtet, dass die britische Behörde für maritime Handelsoperationen (UKMTO) mehrere Meldungen von Öltankern erhalten haben soll, wonach die Straße von Hormus vorübergehend geschlossen wird. Zudem zeigen aktuelle Tracking-Daten, dass sich zahlreiche Tanker im Vorfeld der Meerenge aufgestaut haben.
Die globalen Ölpreise stiegen infolgedessen deutlich an. Der Preis für Brent-Rohöl, der als primärer Referenzwert für Erdöl, insbesondere in Europa, gilt, stieg am Montag zwischenzeitlich um 13 Prozent auf über 82 US-Dollar. Auch die WTI-Crude-Rohölsorte legte um 9 Prozent zu und überschritt die Marke von 72 US-Dollar. Entsprechend wankte der europäische Aktienmarkt am Montag zu Börsenbeginn. Der Dax büßte in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent ein und fiel auf 24.697 Punkte. Noch am Freitag bewegte sich der deutsche Leitindex auf Rekordniveau.
Iranische Revolutionsgarden (IRGC) sollen Öltanker davor gewarnt haben, die Meerenge zu überqueren. Am Sonntag teilten sie mit, drei Tanker aus Großbritannien und den USA seien „von Raketen getroffen worden und brennen“. Beide Länder haben sich bisher nicht geäußert. Die UKMTO meldete jedoch, dass es im Persischen Golf und im Golf von Oman zu „mehreren Sicherheitsvorfällen“ gekommen sei. Zudem wurde Schiffen geraten, „mit Vorsicht zu fahren“.
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