Im Januar 1942 trafen sich Vertreter der SS, der NSDAP und diverser Reichsministerien am Wannsee, um die „Endlösung der Judenfrage“ zu koordinieren – eine planmäßige Vernichtungsaktion, die im industriellen Mord von sechs Millionen Juden gipfelte. Das ist der historische Kontext, der das Haus der Wannsee-Konferenz zur Gedenkstätte gemacht hat. Und heute?
Heute hängt dort ein Schild, das den moralischen Offenbarungseid einer gesamten Gedenkindustrie dokumentiert. Darauf wird allen Ernstes der Mythos eines vermeintlich verschwörerischen Sektentreffens der „Neuen Rechten“ in einer Potsdamer Villa – basierend auf den mehrfach widerlegten Recherchen des Agitations-Mediums Correctiv – in eine Linie mit der Wannsee-Konferenz gebracht. Wörtlich heißt es: „Trotz historischer Unterschiede lag die Verknüpfung der heutigen völkischen Deportationsfantasien und der historischen ‚Wannsee-Konferenz‘ nahe.“
Als erstes berichtete der Blog „Ansage!“ über diese Infotafel der Schande.
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