Die Aktivierung der ersten Stufe signalisiert: Die Niederlande sind mit Turbulenzen am Kraftstoffmarkt konfrontiert, aber noch ohne unmittelbare Versorgungsengpässe. In dieser Phase werden die Energiemärkte engmaschig überwacht, während Regierung und Wirtschaft sich auf eine mögliche Verschärfung vorbereiten. Premierminister Rob Jetten kündigte am Freitag an, am Montag konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Bürger von steigenden Energiekosten vorzustellen.
Dazu gehören voraussichtlich Steuererleichterungen für Autobesitzer – etwa höhere Pendlerpauschalen und temporäre Entlastungen bei der Kfz-Steuer für Nutzfahrzeuge –, jedoch keine Senkung der ohnehin höchsten Kraftstoffsteuern in der EU. Medienberichten zufolge plant die Minderheitsregierung ein Paket im Umfang von einer Milliarde Euro, das auch zusätzliche Förderung für Haushalte, Gebäudedämmung und Nachhaltigkeitsmaßnahmen für Unternehmen umfasst.
Der Schritt der Niederlande erfolgt vor dem Hintergrund einer erneuten Energiepreis-Schockwelle, ausgelöst durch den Konflikt im Nahen Osten und durch die massiven Störungen auf wichtigen Ölhandelsrouten.
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