Im November stieg die Zahl der Firmenpleiten in der Bundesrepublik um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten neun Monaten des Jahres beantragten rund 18.000 Unternehmen Insolvenz, gab das Statistische Bundesamt bekannt. Eine Region trifft die Pleitewelle ganz besonders, meldet die Berliner Zeitung: Ostdeutschland. Wie aus neuen Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht, war in keinem Bundesland der Anstieg der Firmenpleiten so hoch wie in Thüringen. Demnach stieg die Anzahl der Gesamtanträge um 14,8 Prozent im Vergleich zu 2024. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Wert nur knapp darunter bei 14,3 Prozent.
Berlin ist mit 130 Fällen pro 10.000 Betrieben weiterhin das Bundesland mit den prozentual meiste Insolvenzen – gefolgt von Nordrhein-Westfalen (100 Fälle) und Bremen (99 Insolvenzen). In Thüringen wurden dagegen nur 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen gezählt. Allerdings ist der Anstieg in absoluten Zahlen laut Creditreform in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern innerhalb eines Jahres am stärksten gewesen.
Allein in diesem Jahr gingen demnach 2230 Unternehmen und Privatpersonen in Thüringen pleite, in Mecklenburg-Vorpommern waren es 2320. Berlin zählte in diesem Jahr 6850 Pleiten, dicht gefolgt von Sachsen mit 6220.
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