Neue Bescheidenheit: EU plant erneut Solarstromprojekt in Nordafrika

vor 3 Monaten

Neue Bescheidenheit: EU plant erneut Solarstromprojekt in Nordafrika
Bildquelle: Apollo News

Ein EU-Zombie steht vor seiner Auferstehung – zumindest Teile seines politischen Kadavers. Unter dem sperrigen Projektnamen T-MED (Trans-Mediterranean Renewable Energy and Clean-Tech Cooperation Initiative) plant die Europäische Union eine Art kleines Revival des vor einem Jahrzehnt gescheiterten Wüstenstromprojekts Desertec.

Desertec, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch, war als Jahrhundertprojekt europäischer Energiepolitik geplant: eine Brücke zwischen der sonnenreichen Sahara, den Investitionen europäischen Kapitals und einer integrierten regionalen Energiewirtschaft, inklusive Wissenstransfer in tendenziell unterentwickelte Regionen – et voilà: günstiger Strom für die energiehungrige europäische Wirtschaft und die, wie es heute heißt, klimazerstörenden europäischen Konsumenten.

Desertec war seinerzeit mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Milliarden Euro geplant. Das grüne „Global Gateway“, wie die Nordafrika-Sparte der T-MED-Initiative heißt, muss allerdings mit deutlich weniger Anschubhilfe starten. Das heißt jedoch nicht, dass Brüssel sich nicht auch für dieses Kind seiner grünen Subventionsmaschine medial ins Zeug legt. 25 Milliarden Euro sollen mithilfe von Kreditgarantien, Preiszusagen und der üblichen Fördermittelpraxis in die unterschiedlichen Bereiche der Energieinfrastruktur bis hin zur Erzeugung von Wasserstoff gelenkt werden. 100.000 gut bezahlte Jobs sollen in der Region entstehen – Brüsseler Planspiele und Rechenexperimente aus der Fantasiewelt des Bürokratismus.

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