Gerade erst konnte die linke Regierung in Spanien einen vermeintlichen, grünen Erfolg verbuchen: Wie der spanische Netzbetreiber Red Electrica am 16. April stolz mitteilte, deckten erneuerbare Energiequellen, vor allem Solar- und auch Windkraft, den gesamten Energiebedarf des iberischen Königreichs.
Zwei Wochen später saßen die Spanier plötzlich im Dunkeln. Im ganzen Land und auch im benachbarten Portugal fiel der Strom über Stunden aus, das Land versank in Dunkelheit und Chaos. Züge blieben stehen, Passagiere mussten aus U-Bahntunneln der madrilenischen Metro evakuiert werden. Menschen blieben in Aufzügen stecken, Krankenhäuser und andere elementare Infrastruktur konnten an vielen Orten nur noch durch Notstromaggregate notdürftig in Betrieb gehalten werden. Das Netz auf der iberischen Halbinsel war völlig kollabiert. Aber warum?
Zunächst von offizieller Seite verbreitete Theorien etwa über einen Hackerangriff oder Sabotage wurden schon zurückgenommen oder lassen sich bisher nicht beweisen. Mittlerweile kristallisiert sich eine wahrscheinliche Ursache heraus – sie hat auch mit der vermeintlichen Erfolgsmeldung über regenerative Energien zu tun. Demnach könnte eine massive Überproduktion von Solarstrom das Netz überlastet und zum Zusammenbruch geführt haben.
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