Die Südafrikanerin Navanethem Pillay hat den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Das Nobelkomitee würdigte die Juristin für ihren „festen moralischen Kompass“. Pillay war von 2008 bis 2014 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. 2021 wurde sie Teil einer UN-Untersuchungskommission zum Israel-Palästina-Konflikt.
Diese „Ständige Faktfindungsmission der Vereinten Nationen zum Israel-Palästina-Konflikt“ warf Israel in einem Bericht aus dem Jahr 2025 vor, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen. Das Nobelkomitee begründete die Verleihung des Preises an Pillay mit ihrem „Einsatz für den Frieden und das Völkerrecht“. Sie habe den Wirkungskreis des Völkerrechts stark ausgeweitet.
„In historischen Verfahren vor internationalen Gerichten hat sie gezeigt, dass rechtliche Maßnahmen dazu beitragen können, Kriegshandlungen und Gewalt zu verhindern“, lobt das Komitee. „Ihre Unabhängigkeit, ihre Fachkompetenz und ihre Standhaftigkeit haben sie zu einer der angesehensten internationalen Juristinnen unserer Zeit gemacht.“
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