Die Ambitionen von Bundeskanzler Olaf Scholz, Deutschland zu einem bedeutenden Standort für die Halbleiterindustrie zu machen, haben einen erneuten Rückschlag erlitten. Der US-amerikanische Chiphersteller Wolfspeed hat seine Pläne, eine Chipfabrik im saarländischen Ensdorf zu errichten, auf unbestimmte Zeit verschoben. Damit steht ein weiteres Großprojekt der deutschen Industriepolitik vor dem Aus.
Bundeskanzler Scholz hatte das Projekt bei seiner Ankündigung im Februar 2023 noch als Symbol für die Rückkehr der industriellen Revolution nach Ensdorf gepriesen. In Zusammenarbeit mit ZF, einem großen deutschen Automobilzulieferer, sollte Wolfspeed Siliziumkarbid-Chips produzieren, die insbesondere in Elektrofahrzeugen Anwendung finden.
Die Investitionssumme für das Projekt lag bei etwa 3 Milliarden Euro, wovon 515 Millionen Euro aus staatlichen Mitteln stammen sollten. Doch nun wurde bekannt, dass Wolfspeed das Vorhaben aufgrund der schwächelnden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa auf Eis gelegt hat.
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