Nachdem gegen Mitarbeiter des Jugendzentrums Wutzkyallee in Berlin-Neukölln sowie gegen Mitarbeiter des zuständigen Jugendamts der Vorwurf im Raum stand, sie hätten den sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen vertuschen wollen, um keine Vorurteile gegen die arabischstämmigen Tatverdächtigen zu befeuern, verteidigt das Jugendamt nun das Verhalten der Beteiligten. Der Fall wirft allerdings nach wie vor Fragen auf.
Hintergrund ist die Vergewaltigung einer 16-Jährigen im Garten des Jugendzentrums Ende November. Nach initialen Berichten der Bild hätten Mitarbeiter der Einrichtung möglicherweise aus ideologischen Gründen davon abgesehen, die Polizei einzuschalten. Auch als das Jugendamt von dem Vorgang erfuhr, hätten sich die dortigen Beamten bewusst aus politischen Erwägungen dazu entschieden, „den Ball flach“ zu halten, um eine öffentliche Schelte gegen die muslimischen Tatverdächtigen zu verhindern (Apollo News berichtete).
Laut Recherchen der Welt, die Einsicht in die Akten des Jugendamts erhielt, deute der Wortlaut der Akten nicht auf eine bewusste Vertuschung des Falls aus ideologischen Gründen hin. Demnach habe das Jugendzentrum am 27. Januar Kenntnis von dem Vorfall erlangt; bereits am 29. Januar sei die Jugendamtsleitung über den Fall informiert worden.
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