Nach Trumps Strafzoll-Hammer: Bundesregierung reagiert zurückhaltend

vor 6 Monaten

Nach Trumps Strafzoll-Hammer: Bundesregierung reagiert zurückhaltend
Bildquelle: Apollo News

Im Zuge der anhaltenden Grönland-Krise kündigte US-Präsident Donald Trump Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder an. Ab dem 1. Februar sollen zunächst zehn Prozent und ab dem 1. Juni 25 Prozent Zölle auf sämtliche Warenexporte erhoben werden. Diese sollen erst dann wieder entfallen, wenn Dänemark einer Übertragung Grönlands an die Vereinigten Staaten zustimmt.

Während Spitzenpolitiker anderer Länder deutlich auf Trumps Drohungen reagierten, hält sich Bundeskanzler Merz bislang auffallend zurück. Die Bundesregierung hat die Zolldrohungen zwar „zur Kenntnis genommen“, eine Erklärung des Kanzlers blieb jedoch aus. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, man stimme sich eng mit den europäischen Partnern ab, um gemeinsam über eine geeignete Reaktion zu entscheiden.

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) fand hingegen scharfe Worte für Trumps Vorgehen. „Wir dürfen uns nicht erpressen lassen von dem, was da gerade passiert“, sagte Klingbeil bei einer SPD-Veranstaltung in Daaden. „Wir lassen uns nicht einschüchtern, nicht mit Zöllen, nicht mit Worten, nicht mit Drohungen. Da müssen wir klar sein, unaufgeregt, aber klar“, erklärte der Vizekanzler. Zugleich betonte er, dass sich er und Bundeskanzler Merz in dieser Frage sehr einig seien. Zudem kündigte Klingbeil eine gemeinsame europäische Antwort auf Trumps Strafzölle an.

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