Nach Druck aus Peking: Merz-Regierung verhinderte Reise von Taiwans Präsidenten

vor 2 Monaten

Nach Druck aus Peking: Merz-Regierung verhinderte Reise von Taiwans Präsidenten
Bildquelle: Apollo News

Wie das US-Medium Bloomberg berichtet, verhinderte die Bundesregierung von Friedrich Merz nach Druck aus Peking eine wichtige Reise von Taiwans Präsident Lai Ching-te. Lai plante seine erste Afrikareise nach Eswatini, einem der wenigen Länder, die offizielle diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhalten.

In Europa ist Vatikans Regierung in Rom die einzige, der diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält. Daher gibt es zum Beispiel auch keine offiziellen Staatsbesuche amtierender taiwanesischer Präsidenten in Deutschland – allerdings war es bisher üblich, eine Zwischenlandung bei einer taiwanesischen Staatsreise in ein anderes Land zuzulassen und den Präsidenten dabei nur als Privatmann zu betrachten. Auch das wurde Lai nun aber offenbar verwehrt.

Die ursprüngliche Reiseroute nach Eswatini fiel dabei aus, weil bereits mehrere asiatische Länder Lai auf Druck Chinas den Überflug verwehrt hatten. Nach Bloomberg-Informationen fragte Taiwan dann bei der Bundesregierung an, ob eine Zwischenlandung in Frankfurt mit Weiterflug gen Süden möglich wäre. Laut dem Bericht wurde auch Kanzler Merz informiert. Zugleich kontaktierten aber Vertreter Pekings die Bundesregierung und machten Druck, eine Zwischenlandung nicht zu erlauben.

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