Unbekannte Täter verübten in der Nacht zum Samstag einen Farbanschlag auf das Haus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes in der Bremer Neustadt. Das teilte die örtliche Polizei mit. Laut der Innensenatorin könnte es einen Bezug zum Linksextremismus geben. Die Gruppe der „Interventionistischen Linken“ gibt an, vor einigen Tagen einen V-Mann in ihren Reihen enttarnt zu haben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Die Bremer Polizei bittet um Hinweise. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mit Farbe gefüllte Weihnachtsbaumkugeln auf das Haus geworfen. Außerdem wurde das Auto einer unbeteiligten Nachbarsfamilie beschädigt, indem die Reifen aufgeschlitzt und die Fenster eingeschlagen wurden. Mutmaßlich dachten die Täter, es handele sich um das Auto des Verfassungsschutzchefs. Verletzt wurde niemand.
Bremens Innensenatorin Eva Högl verurteilte die Tat. Diese stelle eine „absolute Grenzüberschreitung“ dar. Weiter sagte sie: „Der Angriff steht vermutlich mit der vermeintlichen Enttarnung einer V-Person in der linksextremistischen Szene in Zusammenhang. Der Angriff zeigt überdeutlich, dass gewalttätige Extremisten völlig zu Recht in Bremen intensiv beobachtet werden und im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen.” Man werde die Beobachtung auch weiterhin intensiv fortführen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











