Es ist der verzweifelte Versuch der EU-Kommission, am eigenen Klimaschutz-Dogma festzuhalten, obwohl ihr der raue Wind der wirtschaftlichen Wirklichkeit ins Gesicht bläst. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrem Brief an die Staats- und Regierungschefs angedeutet, dass man die massive Verteuerung fossiler Energieträger durch die Ausweitung des CO2-Handels vielleicht doch noch abmildern könne. Man wolle an einem „realistischeren Dekarbonisierungspfad für die Zeit nach 2030“ arbeiten, schreibt sie, nachdem Staaten wie Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei bereits im letzten Jahr gefordert hatten, den Start des neuen CO2-Handelssystems ETS-2 auf 2030 zu verschieben.
Doch selbst wenn die EU-Kommission sich minimal bewegt, hält sie an ihrem Glaubenssatz der CO2-Reduktion und der Förderung erneuerbarer Energien fest. Denn in dem Brief an die EU-Mitglieder schreibt von der Leyen, dass man mehr CO2-arme Energie in der Europäischen Union produzieren und die Stromnetze ausbauen müsse. Derweil haben sich die USA unter Donald Trump von dem Gedanken, dass Kohlenstoffdioxid schädlich sei, vollständig verabschiedet. Und China dachte ohnehin nie daran, auf Wirtschaftswachstum zugunsten des Weltklimas zu verzichten.
Während damit immer deutlicher wird, wie absurd der europäische Kampf gegen Kohlendioxid ist, sagt die EU dem nächsten Klimagas den Kampf an: Methan. Offizielles Ziel einer bisher kaum beachteten, aber bald europaweit geltenden Verordnung ist es, den Methanausstoß bei der Förderung, der Verarbeitung und dem Transport von Rohöl und Erdgas zu reduzieren. Und das nicht nur in Europa, sondern auch in den außereuropäischen Förderländern.
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