Profi-Stirnrunzler Thorsten Frei (CDU) gehen langsam die Sorgenfalten aus. Deshalb hat er sich ein paar Neue zugelegt, mit denen er die Wählertäuschung seiner CDU und seines Kanzlers Friedrich Merz ins Weichzeichnerlicht rücken will. Doch trotz beherzten Runzelns gelingt die politische Schönfärberei nur so mittelprima.
Ein zwölf Jahre alter Einspieler beweist: Schon als Oberbürgermeister von Donaueschingen vermittelte Thorsten Frei seine Politik kuschelig-wäscheweich und fürsorglich-verständnisvoll, wie es so seine Art ist. Problem: Damals war er noch ausdrücklich gegen jede Form überbordender Staatsverschuldung.
Heute muss er leider dafür sein, also das genaue Gegenteil schönreden. Der direkte Vergleich mit dem erbarmungslosen Filmchen von 2013 zeigt, dass es dafür mindestens zwei weiterer Sorgenfalten bedurfte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit der ihm eigenen Chuzpe verkauft Frei einen Kreis für ein Dreieck, ein Hühnerei für einen Diamanten. Einerseits sagt er: „Ich gehöre ja zu denen, die vom Wert der Schuldenbremse überzeugt sind.“ Doch keine halbe Minute später behauptet er, die Schuldenbremse vor der Wahl zu versprechen und nach der Wahl zu brechen, sei überhaupt kein Widerspruch: „Nein, das war kein Wortbruch. Wir mussten sehr flexibel auf eine sehr zuspitzende Situation reagieren.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











