Milei – Ein Jahr Revolution

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Milei – Ein Jahr Revolution
Bildquelle: Apollo News

Vor sechs Jahren begann Mileis Weg an die Spitze Argentiniens. Historisch – nur so lässt sich sein erster Auftritt auf der politischen Bühne bezeichnen. Im Februar 2018 stellte sich Milei vor Tausende seiner Unterstützer und verkündete seinen Eintritt in die Politik. Junge Menschen demonstrierten in der Hauptstadt Buenos Aires für die Freiheit. Milei war mittendrin. Hunderte der gelben Gadsden-Flaggen („Tritt nicht auf mich“), die weltweit zu einem Symbol für die libertäre Bewegung geworden sind, prägten das Bild der Demonstration.

So eine Begeisterung für die liberale Idee war weltweit einzigartig. Genau vor einem Jahr versammelten sich Mileis Unterstützer wieder in Buenos Aires. Wieder waren es Abertausende Menschen in einem Meer von Argentinien- und Gadsden-Flaggen. Doch diesmal waren die Vorzeichen ganz andere. Milei hatte das erreicht, woran fünf Jahre zuvor noch niemand geglaubt hatte. Überraschend deutlich hatte er gerade eben über den linken Sergio Massa triumphiert. 55 Prozent der Stimmen konnte der libertäre Ökonom auf sich vereinigen.

Mit seinem exzentrischen Auftreten, erst in Talkshows und später auf der politischen Bühne, hatte er sich einen Namen gemacht. Er flucht, er poltert, er ist laut. Doch damit spricht er vielen Argentiniern, die keinerlei Vertrauen in die, wie es Milei nennt, „Politik-Kaste“ haben, aus dem Herzen. Vor allem den jungen Menschen, die aufgrund der grassierenden Inflation schon lange keine wirtschaftliche Zukunft für sich sahen, gab er so Hoffnung. Eine Welle von jugendlicher Unterstützung trieb ihn schließlich in die Casa Rosada (Rosa Haus), den Amtssitz des argentinischen Präsidenten.

Milei hatte an diesem 19. November wieder etwas Historisches geschafft. Nicht nur war es der höchste Sieg eines argentinischen Präsidentschaftskandidaten seit 1973, Milei wurde auch zum ersten libertären Präsidenten der Welt. Die Menschen hatten offensichtlich genug von Jahren des sozialistischen Experiments auf argentinischem Boden. Doch nach dem Sieg des promovierten Ökonomen stellte sich die nächste Frage: Wie radikal werden seine Reformen wirklich sein?

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