Bei einer Lesung aus ihrem Buch „Freiheit“ in der Bonner Oper hat Altkanzlerin Angela Merkel am Montagabend indirekt Kritik an CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert. Unter Applaus sprach sie über ihre Flüchtlingspolitik und betonte, man müsse „in der Sache redlich und im Ton maßvoll“ bleiben – wohl eine Anspielung auf die Empörung um Merz „Stadtbild“-Äußerung.
Merkel sprach ausführlich über das Jahr 2015, als fast eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen, und stellte ihren Satz „Wir schaffen das“ dabei erneut in den Mittelpunkt. Sie erklärte, dass sie Begriffe wie „Flüchtlingsstrom“ ablehne, stattdessen müsse man stets den einzelnen Menschen sehen.
Dann lass sie einige Passagen aus ihrem Buch vor, etwa: „Die übergroße Mehrheit der Menschen hat ein untrügliches Gespür dafür, ob Politiker aus einem Kalkül handeln, ob sie sich sogar von der AfD gleichsam am Nasenring durch die Manege führen lassen, oder ob sie handeln, weil sie aufrichtig daran interessiert sind, Probleme zu lösen.“ Für demokratische Parteien seien „Maß und Mitte“ die Grundlage ihres Erfolgs, sagte Merkel weiter.
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