Der X-Kanal „ÖRR Blog“ hat darauf hingewiesen, dass mehrere der in der ARD-Sendung Die 100 – Was Deutschland bewegt als zufällig ausgewählte Bürger vorgestellten Teilnehmer in den vergangenen Jahren selbst für politische Parteien oder kommunale Wählergruppen kandidiert hatten. Laut den öffentlich einsehbaren Angaben handelt es sich um frühere Bewerber der SPD und der Grünen sowie um einen ehemaligen SPD-Bürgermeisterkandidaten. In der Sendung selbst wurde auf diese politischen Hintergründe nicht hingewiesen. Die ARD bezeichnet die 100 Teilnehmenden als repräsentative Auswahl aus der Bevölkerung.
Der pensionierte Lehrer Markus Schmechel trat 2024 für Bündnis 90/Die Grünen bei den Kommunalwahlen in Müllheim an. Die ebenfalls in der Sendung interviewte Ruheständlerin Evelyn Schneider-Heuser kandidierte in Höhr-Grenzhausen für die SPD. Jakob Gatz, in der Runde als Kaufmann vorgestellt, steht im Landkreis Gotha auf der Kreistagsliste der Grünen. Der Theologe Brian Wonner-Müschenborn kandidierte in Rösrath für die SPD als Bürgermeister und gehört heute einer kommunalen Wählergemeinschaft an.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Sendung war erneut die Migrationspolitik – wieder mit deutlich linker Schlagseite. Die beiden Moderatoren Anna Planken und Till Nassif stellten zu Beginn je eine Pro- und eine Contra-Position vor, zwischen denen die 100 Bürger wählen sollten. Beim Thema Migration machte Planken den Anfang und stärkte Merz den Rücken. 2025 habe es bislang „nur“ etwa 106.000 Asylerstanträge gegeben. Die Anzahl habe sich damit gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte reduziert und Merz habe folglich geliefert. Nassif stellte seine „Gegenposition“ unter die Überschrift „Friedrich Merz spaltet die Gesellschaft“ und bezog sich dabei auf dessen jüngste „Stadtbild“-Aussage. Die Mehrheit der Anwesenden schloss sich der Contra-Seite an: 79 stimmten gegen die Position von Merz, 17 dafür, vier enthielten sich.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











