Vollmundig hatte die Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz Ende 2024 angekündigt, dass von nun an Direktüberweisungen des Bundes an die Bürger möglich sein sollten – das war bislang technisch nicht möglich. Ursprünglich war das für die Auszahlung des geplanten Klimageldes vorgesehen, das noch von der Ampel-Koalition beschlossen, aber später immer weiter verschoben wurde. Doch nun wurde, wie das Handelsblatt bekannt machte, klar: Der Mechanismus funktioniert nicht, weil die zuständige Behörde für die Umsetzung noch mehr Beamte bräuchte.
Ursprünglich hatte deshalb das Bundesfinanzministerium den Direktauszahlungsmechanismus (DAM) aufgebaut – aber nie verwendet. Nach Beginn des Irankriegs und deutlichen Preissteigerungen infolge der Blockade der Straße von Hormus wollte das Bundeswirtschaftsministerium den Mechanismus nutzen – „Pendlergeld“ sollte die Entlastung für die Bürger heißen. Zur Entlastung von Autofahrern sollte eine Pauschale an Pendler ausgezahlt werden – und mit dem DAM direkt und bürokratiearm.
Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zeigte sich an dem Mechanismus interessiert – der SPD-Politiker forderte eine Kopplung der Auszahlung an das Einkommen der Bürger: Eine Entlastung aller Einkommen sah der Finanzminister als zu teuer an – nur Gering- und Mittelverdiener sollten entlastet werden. Eine Auszahlung unabhängig vom Einkommen empfindet das Finanzressort zudem als sozial nicht gerecht.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











