Mädchenzentrum bestätigt: Jugendamt vertuschte Vergewaltigung wegen „Marginalisierung der Tätergruppe”

vor 3 Monaten

Mädchenzentrum bestätigt: Jugendamt vertuschte Vergewaltigung wegen „Marginalisierung der Tätergruppe”
Bildquelle: Apollo News

Die mutmaßliche Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens in einer Berliner Jugendeinrichtung soll durch das zuständige Jugendamt in Neukölln aus politischen Gründen vertuscht worden sein, um die „Marginalisierung der Tätergruppe“ zu verhindern. Das geht aus einer offiziellen Erklärung des Mädchenzentrums hervor, an das sich das Mädchen nach dem Vorfall gewandt haben soll. Das Schreiben wurde beim zuständigen Bezirksamt eingereicht und liegt dem Tagesspiegel vor.

Damit werden die seit Bekanntwerden des Vorfalls im Raum stehenden Vorwürfe gegen die Mitarbeiter des Jugendamts bestätigt. Zuvor behauptete Jugendstadträtin Sarah Nagel von der Linkspartei, die für das Jugendamt verantwortlich ist, dass die Herkunft der Tatverdächtigen in dem Verfahren keine Rolle gespielt habe. Eingeräumt wurde von ihr lediglich, dass der Vorfall von den Mitarbeitern nicht ordnungsgemäß bearbeitet und formelle Standards nicht eingehalten worden seien.

Hintergrund ist ein mutmaßlicher sexueller Übergriff auf ein Mädchen im Neuköllner Jugendzentrum Wutzkyallee, an dem acht arabischstämmige Jugendliche beteiligt gewesen sein sollen. Als das Mädchen den Vorfall Ende Januar gegenüber Mitarbeitern des benachbarten Mädchenzentrums Rosa Minta schilderte, berichtete sie zugleich von einer Vergewaltigung, die sich bereits im November 2025 in dem Jugendzentrum ereignet haben soll.

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