Freunde, hier ist wieder Matussek. Heute machen wir einen Bogen um das Brackwasser der deutschen Politik. Wir beginnen mit einer traurigen Melodie, die den Abschied von einer geliebten Person besingt, kurz vor ihrem Tod, voll Ratlosigkeit und Trauer.
Es handelt sich um die heilige Bernadette von Lourdes, die uns in diesem Abenteuer begleiten wird. Es geht um Wunder und die Frage, die auch Agnostiker beschäftigt: Gibt es solche noch in unserer Zeit?
Durch Rezensionen von Roland Tichy und Anna Diouf auf Tichys Einblick bin ich auf das Buch gestoßen. Beide berichteten leidenschaftlich von ihren Leseerfahrungen, und ich vergrub mich in diesem Wunderwerk, das selten so warmherzig und einfühlend das Unerklärliche behandelt.
Franz Werfel, ein Riese der deutschen Literatur, der als Lyriker begann, ist ein begnadeter Erzähler. Sein „Lied für Bernadette“ behandelt das heiße Eisen des Wunders. Gibt es Wunder? Ein Skandal gegen Vernunft und Wissenschaft — ein Riss durch den Alltag.
Vorher hatte ich Zolas Roman „Lourdes“ gelesen, der auf dramatische Weise das Elend der Kranken beschreibt, aber Wunder ausschließt. Werfels Roman hat eine andere Temperatur, ein wahrhaftiges Lied. Mit seiner Erzählung erfüllte er ein Gelübde, das er ablegte, als er 1940, als deutsch-jüdischer Emigrant, vor den Nazis flüchtete.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











