Nach der massiven Störung zahlreicher deutscher Internetseiten und Online-Dienste am Dienstagabend wird das Ausmaß des Vorfalls deutlich: Nach Angaben des Internet-Infrastrukturunternehmens Cloudflare gegenüber Apollo News sind rund 3,6 Prozent der .de-Domains DNSSEC-signiert. Bei knapp 18 Millionen registrierten .de-Domains entspricht das mehr als 640.000 Domains. Die tatsächliche Reichweite der Störung dürfte allerdings darüber hinausgegangen sein: Die DENIC erklärte, validierende Resolver hätten DNS-Antworten für sämtliche .de-Domains als fehlerhaft verworfen.
Betroffen waren dadurch nicht nur einzelne Webseiten, sondern potenziell auch Apps, Mailserver, Streamingdienste oder Kundenportale. Die Deutsche Telekom bestätigte gegenüber Apollo News, dass infolge der technischen Probleme „zahlreiche Webdienste unterschiedlicher Anbieter“ betroffen gewesen seien. Auch bei MagentaTV habe es Einschränkungen gegeben.
Um die Erreichbarkeit betroffener Dienste wiederherzustellen, deaktivierte die Telekom nach eigenen Angaben die DNSSEC-Funktion für Kunden, die den DNS-Dienst der Telekom nutzen. Auch Cloudflare setzte die DNSSEC-Validierung für .de-Domains auf dem öffentlichen DNS-Dienst 1.1.1.1 zeitweise aus. Ähnliche Maßnahmen wurden auch von anderen Resolver-Betreibern ergriffen.
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