Die BBC hat sich für den manipulativen Zusammenschnitt einer Trump-Rede entschuldigt. Zugleich betonte der Sender jedoch, dass er keine Grundlage für eine Diffamierungsklage sehe, wie aus einem Pressestatement hervorgeht. Die Anwälte des US-Präsidenten hatten gefordert, dass die BBC alle „falschen, verleumderischen“ Aussagen über Trump zurücknehme sowie die Sendung nicht mehr ausstrahle. Des Weiteren solle sich der britische öffentlich-rechtliche Rundfunk bei Trump entschuldigen und ihn entschädigen. Ansonsten drohe eine Klage auf 1 Milliarde Dollar Schadensersatz. Die BBC hat bis diesen Freitag Zeit, zu antworten.
Am 28. Oktober 2024 wurde in einer Folge der Sendung „Panorama“ über Trump dessen Rede vom 6. Januar 2021 so zusammengeschnitten, dass der Eindruck entstand, er habe direkt zu Gewalt aufgerufen. Dabei wurden zwei Aussagen, die in der Realität mit über 50 Minuten Abstand getroffen wurden und sich auf verschiedene Themen bezogen, zusammengeschnitten. Die BBC kündigte an, die Sendung nicht mehr auszustrahlen.
In einem Schreiben der britischen Anwälte an die Anwälte des US-Präsidenten heißt es: „Die BBC bedauert zutiefst die Art und Weise, in der der Videoclip bearbeitet wurde, aber wir sind absolut nicht der Meinung, dass es einen Grund für eine Verleumdungsklage gibt.“ Dafür führt der Sender mehrere Gründe an: Zum einen sei die entsprechende Folge von „Panorama“ nur über die britischen und nicht über die US-amerikanischen Sender der BBC ausgestrahlt worden. Zum anderen sei die Rede nicht aus Bösartigkeit so zusammengeschnitten worden, sondern nur, um eine lange Rede zu kürzen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











