Magdeburg-Attentäter hatte 105 Akten-Einträge in sechs Bundesländern

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Magdeburg-Attentäter hatte 105 Akten-Einträge in sechs Bundesländern
Bildquelle: Apollo News

Wenige Wochen nach dem tödlichen Anschlag von Magdeburg ist klar: Dass der Täter in den Weihnachtsmarkt der Stadt rasen konnte und dabei sechs Menschen tötete, war auch das Resultat von Behördenversagen. Eine Recherche des Spiegels zeigt, wie groß das Ausmaß davon wirklich war – ein Bericht des BKA an den Bundestag spricht von 105 aktenkundigen Vorgängen und Behörden aus sechs Bundesländern, die sich mit dem Täter, Taleb al-Abdulmohsen, beschäftigten und ihn am Ende doch nicht stoppten.

Dieses laut Spiegel vertrauliche Dokument, das für die Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag vorgesehen ist, zeigt al-Abdulmohsens Kontakt mit den verschiedenen Behörden. Es ist bereits bekannt, dass er immer wieder Ärger mit der Justiz hatte.

2013 wurde er wegen der Androhung von Straftaten rechtskräftig verurteilt, nachdem er am Telefon gegenüber einer Mitarbeiterin der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern mit einem Anschlag gedroht hatte (Apollo News berichtete). Zuletzt lief ein Verfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen, bei dem er am Tag vor seinem Anschlag noch von einem Gericht in Berlin verurteilt wurde.

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