Die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg geht davon aus, dass der Täter von Magdeburg schuldfähig ist. Oberstaatsanwalt Klaus Tewes sagt zu Welt am Sonntag: „Es handelt sich – nach vorläufiger Bewertung – wohl um einen vorsätzlich geplanten Anschlag eines Amokläufers.“ Alle Indizien, die bisher gesammelt wurden, deuten darauf hin, dass Taleb Al-Abdulmohsen „steuerungsfähig“ war. Deshalb geht die Staatsanwaltschaft von einer Schuldfähigkeit aus.
Außerdem wurde ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben, das bis zum Frühjahr fertiggestellt sein soll. Das Gutachten eines Psychiaters soll Klarheit über die Schuldfähigkeit schaffen. Mehr als 100 Polizeibeamte ermitteln in einer „Soko Markt“ zum Täter und möglichen Mitwissern. Bisher wird davon ausgegangen, dass es keine Mitwisser gibt. Außerdem wird das Tatfahrzeug untersucht. Al-Abdulmohsen hatte den BMW X3, mit dem er am 20. Dezember auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg raste, einige Tage vor dem Anschlag gebucht und am Tag der Tat abgeholt.
Oberstaatsanwalt Tewes sagt dazu: „Ob etwa Fahrassistenzsysteme manipuliert oder abgestellt worden sind, wird ermittelt.“ Die Fertigstellung des Gutachtens wird noch einige Zeit dauern. Derweil wird gegen Unbekannt ermittelt, weil es bei der Festnahme durch einen Polizisten zu „eine[r] Körperverletzung zum Nachteil der festgenommenen Person“ gekommen sein soll.
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