Die Kontaktanbahnung beim von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel läuft offenbar noch ausgefeilter als bisher bekannt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Wirtschaftswoche hervor. Das Magazin hat mit ehemaligen Teilnehmern des von dem Familienunternehmen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer organisierten Netzwerktreffens gesprochen.
Die als Kontaktmöglichkeit zu Spitzenpolitikern und Topmanagern vermarktete „Executive Night“ – ein exklusives Dinner im Rahmen des mehrtägigen Gipfels – stünde demnach nicht im Fokus der für ihre Teilnahme zahlenden Lobbyisten. Vier ehemalige Teilnehmer hätten berichtet, „dass es das feine Abendessen gar nicht bräuchte“, so die Wirtschaftswoche. Es seien die „Bilaterals“, die für Manager und Firmen besonders interessant seien. „Dabei handelt es sich um Nebenzimmer des Veranstaltungsortes. Eine Teilnehmerin beschreibt es als ‚Lobby-Tinder‘.“
Der Ludwig-Erhard-Gipfel, den das gemeinsame Unternehmen des Ehepaars Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer jährlich am Tegernsee veranstaltet, steht derzeit im Zentrum einer Korruptionsaffäre. Apollo News hatte aufgedeckt, dass die Weimer Media Group dieses Event mit dem Werbeversprechen vermarktet, „Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger“ ausüben zu können.
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