„Die antifaschistische Pose bringt uns nicht weiter“ – mit diesen Worten erklärt Dr. Kristina Schröder im Interview, warum das Konzept Brandmauer veraltet ist. Brandmauern schließen Menschen aus, doch die stellvertretende Leiterin der Denkfabrik R21 „will keine Menschen ausschließen“.
Stattdessen möchte sie die Wähler der AfD wieder von der CDU überzeugen. Dabei übt die Publizistin auch Kritik an ihrer eigenen Partei: „Ich denke, die Union muss selbstkritisch sagen: ‚Wir haben vor einigen Jahren, als sich die AfD firmiert hat, – und mit Lucke damals durchaus noch eine konservative Partei war, die aber eindeutig im demokratischen Spektrum war – da haben wir falsch reagiert. Es wäre gut gewesen, da die AfD als Kooperationspartner zu akzeptieren. Dann hätte sie vielleicht diesen Kurs der Radikalisierung nicht hingelegt.‘ Ich glaube sogar, das wäre ziemlich wahrscheinlich so gewesen, wenn man sie in Regierungsverantwortung eingebunden hätte.“
Die 45-Jährige sieht jedoch die jüngste Entwicklung der blauen Partei kritisch: „Die AfD hat sich massiv radikalisiert, gerade in den neuen Bundesländern. Deswegen halte ich es für absolut richtig, nicht mit ihr zusammenzuarbeiten.“ Den Preis, dass die klare Mehrheit mit dieser Position immer rechts der Mitte liegen würde, nimmt die Politikerin dafür in Kauf.
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