„Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ Mit diesem Satz prägte Max Frisch in den 1970er-Jahren das Bild der Arbeitsmigration. Es war ein kluger, menschenfreundlicher Satz – ein Appell an die gesellschaftliche Verantwortung, die hinter jeder Einwanderung steckt. Heute, rund fünfzig Jahre später, müssen wir ihn neu lesen. Denn wir riefen wieder. Diesmal nicht nach Arbeitskräften, sondern nach Schutzsuchenden.
Und wieder kamen Menschen. Viele, die tatsächlich Schutz suchten – vor Krieg, Hunger, politischer Verfolgung. Aber eben nicht nur. Mit ihnen kamen auch sehr viele Kriminelle, Mörder, Islamisten, Antisemiten, politische Fanatiker. Wer das ausspricht, riskiert sofort das Etikett: kaltherzig, rechtspopulistisch, unbelehrbar.
Aber wer die Realität ignoriert, macht sich mitschuldig – an der gesellschaftlichen Erosion, die längst begonnen hat. Die Jahre nach 2015 sind ein politisches Lehrstück: Die Grenzen wurden geöffnet, ohne Plan, ohne Kontrolle. Der Rechtsstaat, einst Garant unserer Sicherheit, kapitulierte vielerorts vor Überforderung und politischer Selbstverleugnung. Die Kriminalstatistiken sprechen heute eine Sprache, die nicht länger überhörbar ist.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











